Eichsel

Der Ortsname ist auf ein altes, verlorengegangenes Wort sol oder sal zurückzuführen. Es bedeutet eine nasse, sumpfige Stelle, somit wäre Eichsel die Sol oder Sal bei den Eichen. Eichsel besteht aus den ehemaligen Ortsteilen Ober- und Niedereichsel. Die sog. „Hünengräber“ auf der Gemarkung stammen aus frühgeschichtlicher Zeit. Funde aus der Römerzeit kamen in der Nähe des „Mägdebrunnens“ und im Gewann „Maueracker“ zutage. Im Gewann „Obmansgrab“ und bei der Kapelle von Niedereichsel sind alemannische Reihengräber freigelegt worden.

Der Ort wird 1242 als Eichissol erstmals erwähnt und gehörte damals zur Grafschaft und später vorderösterreichischen Herrschaft Rheinfelden. Zusammen mit anderen Orten am Dinkelberg war Eichsel zu Beginn des 17. Jahrhunderts zu einem Gerichtsbezirk zusammen gefasst. Nach der Übernahme durch Baden kam der Ort 1806 zum Amt Beuggen , 1809 zum Bezirksamt Schopfheim. Die ersten Nachrichten über die gotische Kirche in Eichsel stehen im Zusammenhang mit der dortigen Verehrung der heiligen drei Jungfrauen, Kunigunde, Mechtunde und Wibranda. Nach der lokalen Legende gehörten die drei Frauen zum Gefolge der heiligen Ursula. Auf der Reise nach Basel erkrankten sie und verstarben in Rappersweier. Sie wurden in Eichsel begraben und bald danach ereigneten sich an ihren Gräbern sog. „Wunder“. Nach einer Überprüfung des Heiligenkults 1504 durch den päpstlichen Legaten Raymund Peraudi wurden die Gebeine der drei Jungfrauen neu in Reliquiaren in der St. Gallus-Kirche zu Eichsel bestattet. Damit wurde die bisherige volkstümliche Verehrung dieser drei heiligen Frauen sozusagen offiziell. Die drei heiligen Jungfrauen wurden in der Folgezeit zum Kern einer regional nicht unbedeutenden Wallfahrt. Jeweils am 3. Sonntag im Juli findet ihnen zu Ehren der sog. „Eichsler Umgang“ statt.

 

Der Ort ladet ein zum Wandern und spazieren, bei günstiger Wetterlage ist eine Fernsicht bis weit in die Schweizer Alpen, Schwarzwald oder auch in die Vogesen zu genießen. Aber nicht nur für das Auge gibt es Genüsse, auch der Gaumen wird in Eichsel von der örtlichen Gastronomie verwöhnt.

 

Lage und Größe: 435 m NN; Fläche: 500 ha

Karte:

Einwohnerzahl: 800
Eingemeindung: 1974
Wappen: In Silber an einem liegenden grünen Eichenzweig eine Eichel und zwei Blätter. Als Siegelbild führte die Gemeinde den Eichenzweig schon im 19. Jahrhundert. Er soll an den früheren Eichenwald auf der Gemarkung erinnern.

Sehenswürdigkeiten: St. Gallus Kirche
Kapelle in Niedereichsel
Jungfrauenbrunnen
Eichseler Umgang (3.Sonntag im Juli)

Quelle. Stadt Rheinfelden

Gemeindezentrum, Obereichsel

Katholische Kirche, Obereichsel

Kapelle, Niedereichsel

 

 

Gastronomie Eichsel

 

Gasthaus Zum Wilden Mann, Niedereichsel
Gasthaus Maien, Obereichsel
Cafe Elke, Obereichsel