Die Idee zur Gründung einer neuen Fasnachtsclique entstand am Rosenmontag 1988 in Eichsel am  Rosenmontagsball.

 

Zu vorgerückter Morgenstunde hatte Peter Pfeiffer die Idee eine neue Fasnachtsclique zu gründen um die Stille auf dem Dinkelberg zu beenden und die Fasnacht in Eichsel aktiv zu gestalten. Aufgrund dieser Idee von Peter Pfeiffer saßen Petra Müller, Bernhard Unger und Gerhard Eichkorn einige Zeit später zusammen und es wurde nach einer Narrenfigur Ausschau gehalten, mit der man sich in die traditionelle schwäbisch-alemannische Fasnacht einbringen konnte. Man entschied sich nach langen Überlegungen für die Gestalt einer Hexe, die auf dem Dinkelberg und seinen Wäldern ihr Unwesen treiben sollte. Die Dinkelberg Hexe entspringt keinem historischen Ursprung.  

 

 

Am 07.03.1989 fand dann das erste Treffen der späteren Gründungsmitglieder statt.

Gründungsmitglieder waren:

Renate und Peter Pfeiffer, Erika Brugger, Gerhard Eichkorn, Elke und Bernhard Unger sowie Petra und Martin Müller.

Am 31.03.1989 wurde die neue Hexenclique im Gasthaus Maien in Eichsel gegründet und man gab in einem Schreiben im Ortsblättchen von Eichsel und Adelhausen offiziell bekannt, dass es eine neue Hexenclique in Eichsel gibt, mit der man zur Erhaltung des fasnächtlichen Brauchtums auf dem Dinkelberg beitragen wolle.

 

Euro Carneval  Prag 2001

 

Euro Carneval Mainz 2008

 

Die 1.Vorstandschaft der Dinkelberg Hexen  wurde am 14.04.1989 mit folgendem Ergebnis gewählt:

1.Vorstand - Peter Pfeiffer

2.Vorstand - Martin Müller

1.Kassiererin - Erika Brugger

1.Schriftführerin - Hannelore Wilms  

 

Mit Hilfe des Maskenschnitzers Adelbert Stiegeler aus Grafenhausen/Schwarzwald und nach einer Idee von Peter Pfeiffer wurde die Hexenmaske entworfen und vom Maskenschnitzer angefertigt. Noch heute stellt sein Sohn Simon Stiegeler die Hexenmasken für uns her. In Eigenarbeit wurden unter Hochdruck von den Hexenfrauen die ersten Hexenhäs angefertigt. Jedoch reichte die Zeit bis zur Fasnacht 1990 nicht mehr um das komplette Häs anzufertigen.

Deshalb wurde improvisiert: Bei der Fasnacht 1990 trugen die Dinkelberg Hexen nicht die bekannten schwarzen Oberteile sondern Sweatshirts mit Aufdruck des Hexenlogos und anstatt der heute zum Häs gehörenden Strohschuhe trug man Holzschuhe. Da die im Jahre 1991 folgende Fasnacht wegen des Golfkrieges ausfiel hatte man genügend Zeit das Häs zu vervollständigen. Es ist bis heute unverändert.

Einzig die an Umzügen viel bewunderte Holzmaske wurde 2000 mit Pferdehaar ausgestattet und wirkt nun noch schauriger.

 

 

Das Häs der Dinkelberg Hexe:

Maske: Holzmaske mit Trapez und Kopftuch, roter Stoff mit weißen Punkten, echtes Rosshaar an der Maske 

Halstuch: Vielfarbig, kariert 

Oberteil: Schwarz mit aufgenähten Flicken (gleicher Stoff wie Halstuch),

linker Oberarm Logo Dinkelberghexe (Bügelaufdruck)

Schürze: Rote Schürze mit Flickenaufnähern (gleicher Stoff wie Halstuch)

Rock: Roter Rock mit weißen Punkten und     Flickenaufnähern (gleicher Stoff wie Halstuch)

Unterhose: Weiß, mit Spitzen/Borten

Socken: Rote Socken

Strohschuhe  

Handschuhe: schwarz

Besen: korkenzieherartig gewachsen mit Reisig

Schwarzer Konfettisack

 

Euro Carneval Verona 1998

 

 

Nach dem 1990 erfolgten Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht Lörrach war es ein weiteres Ziel der Dinkelberg Hexen der Narrenzunft Rheinfelden beizutreten.

Hier musste sich die Vorstandschaft unter der Führung des damaligen 1.Vorsitzenden Peter Pfeiffer aber einer starken Gegenwehr der Rheinfelder Cliquen entgegenstellen, besonders der bereits bestehenden alteingesessenen Vereine. Diese waren der Meinung, es gäbe schon zu viele Hexencliquen.

So gelang es erst 1991, dass die Eichsler Hexen durch die bevorstehende Gründung eines Narrennestes in die Rheinfelder Narrenzunft aufgenommen wurden: Am  15.01.1992 wurde unter der Leitung des damaligen Oberzunftmeisters der Narrenzunft Rheinfelden Roland Glück und des Kanzelars Bruno Dürrholder in der Zunftstube der Narrenzunft Rheinfelden das Narrennest Dinkelberg gegründet.

Auf Vorschlag der Anwesenden wurden folgende Personen gewählt:

1.Vorstand - Peter Pfeiffer

2.Vorstand – Martin Müller

1.Kassiererin – Marita Markoni

1.Schriftführerin – Martina Winkler

Außer der gewählten Vorstandschaft nahmen nachstehende Personen an der Gründungsversammlung teil:

Gerhard Eichkorn, Michael Sommer, Raimund Kohlbrenner, Roland Roniger, Petra Müller und Beate Kownatzki

 

 

   

Die Zahl der Mitglieder wird limitiert durch die Anzahl der vorhandenen Hexen-Masken, diese beläuft sich auf  50 Stück, sowie einer Dämonen-Maske.

 

Um die Ausgaben der neuen Fasnachtsclique zu finanzieren wurden viele Arbeitseinsätze geleistet. Den Anfang machten Blumentombolas in Zusammenarbeit mit der Gärtnerei Unger. Außerdem wurden Grillfeste am 01.Mai und zu Anfang auch am Vatertag auf dem Hexenplatz in der Bächlegasse veranstaltet. Das Waldfest am 01.Mai hat bis heute Tradition bei den Dinkelberg Hexen.

Nachdem Peter Pfeiffer 1997 für das Amt des 1.Vorsitzenden aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung stand, wurde dieses von Matthias Brugger übernommen, der zuvor schon ein Jahr als Schriftführer in der Vorstandschaft tätig gewesen war.

Am 11.11.2000 wurde mit einem großen Fest das 11-jährige Jubiläum der Dinkelberg Hexen Eichsel gefeiert, die 1. Hexengaudi war ein voller Erfolg und wurde zu einem festen Bestandteil im Terminkalender der Hexen.  

 

 

 

 

Euro Carneval Salzburg 2004

 

 

 

 

Euro Carneval Prag 2006

Während der Amtszeit von Matthias Brugger wurde ein neuer Hexenwagen nötig, da die immer schärferen Auflagen des Landratsamtes den Betrieb des alten Wagens nicht mehr erlaubten. So wurde mit einigen  Sondereinsätzen unter der Leitung von Bernd Maretti ein neuer Wagen gebaut und so konnte mit großer Freude der Hexen zur Fasnacht 2003 der neue Wagen in Betrieb genommen werden. Durch den alljährlichen Besuch des Euro Carnevals sind die Hexen in Metropolen wie Prag oder Verona zu sehen, wo sie die heimische Tradition der Alemannischen Fasnacht in ganz Europa präsentieren. Heute ist der Verein auch in der Rheinfelder Fasnacht nicht mehr wegzudenken, sei es an den Zunftabenden oder an der Straßenfasnacht, die Eichsler Hexen sind dabei.  

Seit einigen Jahren sind die Hexen auch durch eine Homepage vertreten. Diese wurde initiiert und entworfen von der damaligen 2.Vorsitzenden Ramona Hunzinger und besteht weiter in der vom jetzigen Webmaster überarbeiteten Fassung.

Matthias Brugger hatte das Amt des 1.Vorsitzenden von 1997 bis 2006 inne und wurde dann an der GV 2006 von Björn Linsin als 1.Vorsitzenden abgelöst, da er sich aus privaten Gründen nicht mehr zur Wahl stellte. Björn Linsin bekleidet dieses Amt bis zum heutigen Tag, auch er rückte aus den Reihen der Vorstandschaft nach.  

Endlich ist es soweit, nach fast zwei jähriger Planung wurde am 10.01.2009 der Hexen-Dämon ins leben gerufen. Während der  Geburtstagsparty zum 20jährigen wurde in einer mystischen Zeremonie der Dämon aus einer toten Hexe wiedergeboren. Bereits Peter Pfeiffer und Matthias Brugger hatten dieses Projekt vor Augen, doch mussten erst die Mehrheiten im Vorstand sowie das nötige Geld dazu gefunden werden. Auch mit dem Verband musste das Vorhaben erst abgestimmt werden um spätere Probleme auszuschließen. So gelang es nun unter der Leitung von Björn Linsin diesen langgehegten Wunsch der Hexen zu erfüllen.

 

Es wurde ein Häs-Komitee  ins Leben gerufen zu dem Tanja Gerwig, Tanja Römpke sowie Christine Weber gehörten. Die Maske wurde von Simon Stiegeler in Grafenhausen entworfen, sein Vater hatte bereits die Hexenmasken entworfen und gefertigt.  Sie wurde auf dem Grundstock der Hexenmaske entwickelt. Mehrmals, zum Teil mit der kompletten Vorstandschaft, musste nach Grafenhausen gefahren werden, bis endlich alle zufrieden waren. 

Nach langer Suche wurde dann in Österreich der passende Lieferant für das eigentliche Häs gefunden.

 

 

Zur Tradition der Hexen gehören Feste, wie das Schulstürmen mit Kinderfasnacht, dem Hemdglunkiball am 3. Schmutzigen sowie das Waldfest am 1.Mai auf dem Hexenplatz, welche von der Bevölkerung gerne besucht werden. Seit Jahren wird auch mit großem Erfolg die beliebte und überregional bekannte Hexengaudi in der Eichsler Halle veranstaltet.

Eine große Freude war es für die Dinkelberg Hexen die goldene     Plakette 2011 mit dem Konterfei der Clique zum 22-jährigen Bestehen in Empfang zu nehmen.